Unser Gehör

Unser Gehör stellt einen erheblichen Teil unserer Sinne dar. Neben Tastsinn, Sehsinn und Geschmacksinn ist der Hörsinn für unseren Alltag von enormer Bedeutung. Er ermöglicht es beispielsweise dem Sehsinn sich auf den Bereich vor uns zu konzentrieren, da unsere Ohren stetig die Umgebung scannen und uns vor Gefahren oder Ereignissen warnen. Andere Sinne können somit fokussieren, was uns deutlich ruhiger macht. Hören wir Musik über Kopfhörer ist es uns deutlich schwieriger uns zu orientieren. Das ist zum Beispiel auch der Grund warum viele Menschen beim Einparken die Musik leiser drehen. Unser Unterbewusstsein teilt uns mit, dass wir dann besser einparken können. Die Augen konzentrieren sich zwar auf die Fahrtrichtung, unsere Ohren sind aber ebenfalls hoch aktiv und unterstützen. Im Folgenden gehen wir näher auf einzelne Aspekte des Gehörs ein. Haben Sie weitere Fragen zum Thema?
Wir beantworten diese gerne unter info@hoerportal24.de.

Wie funktioniert Hören?

Geräusch eines Stocks an einem Holzzaun
Wie entsteht ein Geräusch?

Ein Geräusch entsteht durch in Schwingung gesetzte Luft. Luftteilchen übertragen hierbei die abgegebene Energie der so genannten Schall-Quelle kreisförmig in den Raum. An harten, glatten Wänden wird diese, als Schall bezeichnete Energie in den Raum zurückgeworfen. Dies wird als Reflexion bezeichnet. Trifft die Schallwelle auf einen schwingfähigen Körper beginnt dieser zu schwingen. Die Energie wird somit an diesen abgegeben. Unser Trommelfell ist so ein schwingfähiger Körper und sehr empfänglich für die im Raum befindliche Schall-Energie. Es schwingt mit der ankommenden Frequenz. Ein hohes Pfeifen hat beispielsweise eine hohe Frequenz, was bedeutet, dass die Luftteilchen und daraufhin das Trommelfell schneller schwingen.

Wie unsere Ohren als Kompass funktionieren
Wie funktioniert Richtungshören?

Unsere Ohrmuschel verändert ankommenden Schall je nach dem aus welcher Richtung dieser kommt minimal bevor er das Trommelfell erreicht. Hierdurch ist es uns möglich die Richtung einer Schallquelle auf 3 Grad genau zu orten. Diese speziellen Klangcharakteristiken sind für jeden Menschen einzigartig und werden im Laufe der Entwicklung erlernt. Für technische Systeme ist es somit nicht möglich diese fehlerfrei zu replizieren. Mit Hilfe moderner Messsysteme ist es möglich diese individuelle, als Offene-Ohr-Verstärkung bezeichnete, Wahrnehmung auszumessen und bei der Einstellung digitaler Hörsysteme zu berücksichtigen.

Modell Innenohr
Was sitzt hinter dem Trommelfell?

Schwingt das Trommelfell regt dieses die mit ihm verbundene Gehörknöchelchenkette, bestehend aus drei Knochen: Hammer, Amboss und Steigbügel, an. Hierdurch entsteht die so genannte Impedanz-Anpassung im Mittelohr, um die Schwingungen aus der Luft passend in Energie-Wellen in einer Flüssigkeit anzupassen. Die drei Knochen sind an dünnen Sehnen aufgehängt. Hören wir nach einem lauten Geräusch oder Knall für kurze Zeit (ca. 60 Sekunden) schlecht, hat der so genannte Stapedius Reflex ausgelöst und die Gehörknöchelchenkette versteift. Dies ist eine Schutzfunktion, um das Ohr wenigstens vor nachfolgenden Tönen zu schützen. Da es ein Reflex ist, gelangen die ersten Teile des lauten Geräusches allerdings trotzdem weiter ins Ohr und können dieses schädigen. Als Gehörschutz funktioniert dieser Reflex also nicht. Die Gehörknöchelchenkette leitet den angepassten Schall dann in das, mit Flüssigkeit gefüllte, Innenohr weiter.

Haarsinneszellen im Innenohr
Wie hören wir unterschiedliche Tonhöhen?

Im Innenohr nehmen feine Härchen die Schwingungen in der Flüssigkeit auf. Die so genannte Hörschnecke ist so aufgebaut, dass sie an verschiedenen Stellen, verschiedene Frequenzen besonders gut aufnehmen kann. So schwingen die Härchen im vorderen Teil der Schnecke besonders gut bei hohen Frequenzen, wodurch wir hier die hohen Töne wahrnehmen. Tiefe Töne hingegen geben ihre Energie erst im hinteren Teil der Schnecke ab. Dieses, als Ortstheorie bezeichnete Phänomen, entsteht durch die unterschiedliche Dicke der Membran, auf der die Härchen platziert sind. Hier kommt es zur Anregung der Struktur mit der Eigenfrequenz, was dazu führt, dass jeder Frequenz ein genau definierter Ort in der Hörschnecke zugeordnet werden kann. Die mechanische Bewegung wird dabei in elektro-chemische Signale umgewandelt und über das zentrale Nervensystem ins Gehirn weitergeleitet.

Lärmschutz in lauter Situation
Wieso bin ich Lautstärke empfindlich?

Im Innenohr gibt es noch eine weitere Struktur mit Haar-Sinneszellen. Diese nehmen den herrschenden Druck auf die Struktur wahr und reagieren verstärkend auf leise, bzw. reduzierend auf laute Geräusche. Diese Struktur kann man sich wie einen automatischen Türöffner vorstellen. Berührt man die Tür sehr leicht zieht er die Tür weiter auf. Schlägt man die Tür mit viel Energie auf, bremst er den Stoß ab, damit die Tür nicht beschädigt wird. Diese Struktur ist allerdings, anders als bei einer Tür, nicht ersetzbar. Sie unterliegt der Abnutzung, wie alles in unserem Körper und wird am stärksten belastet, wenn wir nach einem langen Tag zur Entspannung auch noch laut Musik hören. Ist diese Struktur beschädigt, sind uns laute Töne schnell unangenehm. Dass wir Leises auch schlechter wahrnehmen, fällt selten als Erstes auf. Sollte Ihnen eine dieser Gegebenheiten auffallen, ist es höchste Zeit Ihr Gehör zu schützen, da von jetzt an auch die Strukturen geschädigt werden, die direkt zur Schall-Aufnahme benötigt werden. Sind diese einmal beschädigt gibt es kein Zurück und es ist Ihnen nicht mehr möglich in diesem Bereich zu hören. Dann hilft auch kein lauteres Sprechen mehr!

Selektives Hören in Situationen mit mehreren Signalen
Wie interpretiert das Gehirn die Signale vom Ohr?

Beim Aufnehmen der Töne durch die Haarsinneszellen im Innenohr werden Lautstärke und Tonhöhen neu codiert. Die Tonhöhe durch einen bestimmten Nervenstrang in dem nur diese Frequenz weitergeleitet wird und die Lautstärke anhand der Anzahl an Impulsen pro Zeit. Ein lauter, hoher Ton erzeugt also viele Impulse im Nerv für hohe Töne. Viele Strukturen des zentralen Nervensystems arbeiten bereits mit diesen Signalen, so dass eine Vorverarbeitung stattfindet. Hierzu zählt zum Beispiel das selektive Hören, welches wir nicht aktiv beeinflussen können. Ein konstantes Rauschen des Beamer im Konferenzraum oder ein Surren des Kühlschranks blenden wir nach kurzer Zeit und mit etwas Ablenkung aus. Ändert sich etwas oder werden wir auf das Geräusch aufmerksam gemacht hören wir es plötzlich wieder. Kennt jeder? Nein! Menschen mit unversorgtem Hörverlust verlieren diese Fähigkeit. Wird Ihr Hörverlust dann nach längerer Zeit ausgeglichen, hören sie zunächst jedes Geräusch und müssen das Ausblenden erst wieder lernen, um komfortabel zu hören. Moderne Hörsysteme bieten Funktionen, die solche Signale vorselektieren, um zu unterstützen. Training ist aber immer notwendig und ohnehin sinnvoll, um jung und fit zu bleiben. Im Gehirn angelangt wird das Signal mit bekannten Mustern verglichen und so eingestuft. Auch hier gilt wieder: Gewöhnung oder eben auch Entwöhnung entscheiden wie wir einen Ton wahrnehmen. "Richtiges Hören" ist also immer relativ und jeder nimmt seine Umgebung anders war. Es kommt immer auf das Gewohnte an und genau hier liegt die Gefahr eines Hörverlusts.

Wie beuge ich einem Hörverlust in der heutigen Lärm-Gesellschaft vor?

Laute Städte lässt unser Ohr nicht zur Ruhe kommen

Die Stadt von heute ist für unser Gehör viel zu laut! Unser Gehör soll leiseste Geräusche wahrnehmen und gleichzeitig laute Klänge verzerrungsfrei erfassen. Das ist für uns ganz selbstverständlich. Wird das Gehör ständig beschallt unterliegt es einer höheren mechanischen Abnutzung als in Ruhe. Beugen und strecken wir z.B. unseren Ellbogen den ganzen Tag gleichmäßig und ohne Pause, haben wir am Abend mit ziemlicher Sicherheit eine Gelenkentzündung. Diese Bewegung ist vergleichbar mit der Belastung, die durch das Grundrauschen in einer Stadt auf das Gehör wirkt. Unser feines Sinnesorgan ist ständig in Bewegung, auch wenn das Gehirn störende Geräusche ausblendet. Hören wir zur Entspannung am Abend dann auch noch Musik oder schauen einen Film bleibt dem Ohr immer weniger Zeit sich zu entspannen. Dabei ist Entspannung so wichtig. Das Hörorgan kann sich regenerieren, allerdings nur bis zu einem bestimmten Grad. Gönnen wir ihm also gewisse Ruhezeiten kann es unseren lärmigen Alltag ohne Probleme überstehen.

In Discos ist es häufig viel zu laut!

Setzen wir uns allerdings, auch nur für kurze Zeit, schmerzhaft lauten Geräuschen aus, regeneriert sich das Gehör nicht. Ruhezeiten nach der viel zu lauten Disco helfen also nur bedingt. Im Arbeitsschutzgesetz ist festgeschrieben, dass schon 80dB, das ist ca. der Schallpegel, der in einer Bahnhofshalle herrscht, zu gesundheitlichen Langzeitschäden führen können. Natürlich nicht sofort, allerdings zwingt uns unser Alltag immer länger in solche Situationen. In mancher Disco herrscht je später der Abend wird bis zu 130dB! Das entspricht einem im Tiefflug vorbeikommenden Jet. Warum? Es gibt kein Gesetz für die maximale Lautstärke in Clubs und Discotheken. Je länger man einer bestimmten Lautstärke ausgesetzt wird, desto mehr gewöhnt man sich an diese und um die Party nicht abflauen zu lassen wird weiter aufgedreht. 130dB können nach einem stressigen Arbeitstag das Gehör direkt und unwiederbringlich schädigen. Sie sehen also, unsere Ohren haben es schwer. Lärm belastet zusätzlich unser Gemüt und stresst uns. Er zählt zu den häufigsten Ursachen für Stress. Abschließend ist noch zu erwähnen, dass ein leicht bis mittelgradiger Hörverlust, so einen, den man gerade so merkt, bedeutet, dass die eigene Schutzfunktion des Gehörs nur noch eingeschränkt funktioniert. Somit ist das Ohr im Folgenden Lärm erheblich stärker ausgesetzt als zuvor. Jetzt ist es höchste Zeit zu handeln und Ihr Ohr zu schützen!

Wie trainiere ich meine Sinne, um auch im Alter fit zu bleiben?

Entwöhnung ist der stetige Feind der ewigen Jugend

Unsere Sinne leisten immer so viel wie sie gebraucht werden. Sinnesorgane liefern die benötigten Informationen über unsere Umwelt. Diese können neben dem Hören auch Sehen, Fühlen, usw. sein. Vernachlässigen wir einen dieser Sinne oder liefert das Organ, bedingt durch eine Schädigung, weniger Reize, verlässt sich das zentrale Nervensystem vermehrt auf die verbleibenden Sinne. Das macht rudimentär betrachtet auch Sinn. Der Körper kann nicht davon ausgehen, dass ein Hörgerät oder eine Brille das betreffende Organ wiederherstellt. Stellt dieses Organ seinen Betrieb ein, bilden sich weitere Funktionen, die mit diesen Reizen arbeiten zurück. So verliert der Mensch beispielsweise die Fähigkeit Nebengeräusche aus dem Signal zu filtern. Bei hörfitten Menschen filtern so genannte hemmende Synapsen-Verknüpfungen das Umgebungsrauschen aus dem Gehörten, wenn gleichzeitig andere, dominante Signale vorhanden sind. Dies geschieht voll automatisch und erleichtert die Wahrnehmung enorm. Nimmt die Hörleistung ab, reduziert sich auch diese Fähigkeit, weil sich diese Strukturen zurückbilden. Stark hörentwöhnte Menschen klagen dann, selbst mit Hörversorgung, über schlechtes Verstehen in lauteren Situationen.

Lernen Sie wieder zu Leben
Was kann ich gegen die Entwöhnung tun?

Mit diesem Wissen ist es nun möglich dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Am einfachsten ist natürlich, schon bei den ersten Anzeichen, frühzeitig das Gehör wiederherzustellen. Das Gehör liefert wieder die benötigten Reize und die Strukturen bilden sich gar nicht erst zurück. Ist dieser Zug für Sie bereits abgefahren? Kein Problem. Wir unterstützen Sie bei der Eingewöhnung mit einem speziellen Training, welches Sie aktiv in bestimmte Situationen schickt und diese auf Trainings-Basis erleben lässt. Vergleichbar ist das Ganze mit dem täglichen Erreichen einer festgelegten Anzahl an Schritten. Der Vorteil ist allerdings, dass Sie das Ganze auch im Sitzen absolvieren können. Ganz nebenbei.

Dran bleiben und Erfolge feiern
Wie Sie selbstständig Ihre Sinne trainieren können!

Tragen Sie Ihre Hörversorgung den ganzen Tag und machen Sie sich bewusst, dass es normal ist am Anfang trainieren zu müssen. Lokalisieren Sie alle Geräusche, die Ihnen störend vorkommen und benennen Sie diese. Teilen Sie Ihrem Gesprächspartner mit, dass Sie das Geräusch stört. Versuchen Sie dem Störgeräusch den Rücken zuzuwenden. So funktioniert die Filterung für den Anfang am besten. Wechseln Sie den Ort für das Gespräch sollten Sie sich nicht konzentrieren können oder halten Sie die Unterhaltung in der ersten Zeit eher kurz. Es ist von aller größter Bedeutung, dass Sie Ihre Hörversorgung nicht aus dem Ohr nehmen. Selbst wenn es anstrengend ist! Das ist als würden Sie die Gewichte vom Sportgerät nehmen und dann weiter trainieren. Klingt seltsam, richtig? Lieber machen Sie weniger Wiederholung und diese öfter. Also übertragen aufs Hörtraining. Über den Tag verteilt 2 bis 3 mal 30 Minuten in schwierigen Situationen das Hören trainieren und die Zeiten dazwischen entspannter angehen. Dass das nicht in jedem Alltag möglich ist, ist verständlich. Hier bietet sich an auch mal 2 bis 3 Tage Urlaub zu nehmen, um sich voll auf den Hörerfolg konzentrieren zu können, es geht schließlich um Ihr Hören. Dass hierfür in manchen Fällen eine Reha notwendig ist müssen Sie selbst erkennen. Hier hat der Arzt keine Option etwas zu verschreiben. Wir unterstützen Sie gerne.

Wie höre ich gesund?

Die Inhaber von hörportal24 Ingolstadt, Johanna Nickel trägt selbst Hörsysteme

Ist die natürliche Schutzfunktion des Hörorgans durch Abnutzung beeinträchtigt hilft eine Hörversorgung. Diese reguliert zu jeder Zeit ankommenden Schall und sorgt dafür, dass die Umgebung in der für das Gehör passenden Lautstärke übertragen wird.

Hörsysteme sind schon heute Kommunikationswunder
Gibt es das ultimative Kommunikationsgerät?

Auch für eine gut hörende Person hilft ein ähnliches Modell, um das Ohr möglichst gut gegen laute Situationen zu schützen. Für den ein oder anderen mag das vielleicht sogar die passende Lösung sein. Seine Ohren schützen und gleichzeitig den Ton des Smartphones direkt auf den Ohren zu haben ist eine großartige und für stark vernetzte Personen ein riesiger Vorteil. Video schauen im Bus. Telefonate direkt annehmen, ohne das Smartphone zücken zu müssen. Persönliche Assistenten wie Siri oder Google Now direkt im Ohr hören. Das alles, ohne ein Hearable im Ohr zu haben, was drückt und einen von der Umgebung isoliert. Solche Lösungen werden in Zukunft definitiv häufiger genutzt werden. Firmen wie Bose, Apple oder Sennheiser gehen bereits jetzt in diese Richtung. Das Ohr soll sich offen anfühlen, um die Umgebung wahrnehmen zu können und gleichzeitig soll Musik mit tollem Klang gestreamt werden können. Wir Hörakustiker haben diese Funktionen schon lange und da es sich bei uns um individuelle Lösungen handelt sitzen diese auch noch angenehm und sicher im Ohr.

Gehörschutz schützt das Ohr bei längeren Lärmarbeiten
Gibt es Lösungen das Ohr zu schützen, ohne ständig ein technisches Gerät am Ohr zu haben?

Stellen Sie sich vor Sie laufen durch einen Park. Es ist ruhig. Sie bemerken eine Baustelle mitten im Park und sehen wie ein Bauarbeiter gerade die Schlagbohrmaschine ansetzt. Ihr Kommunikationsgerät würde nun in Echtzeit das Signal dämpfen und Ihr Ohr so entlasten. Eine Alternative dazu ist sich die Ohren zuzuhalten. Häufig ist das eine gute Alternative und selbst wenn wir minimal zu spät dran sind schützen wir das Ohr dennoch. Allerdings gibt es in unserem heutigen Alltag Situationen, die so laut sind, dass sie das Gehör sehr schnell überstrapazieren. Selbst ein geringer, aber stetiger Lärmpegel erzeugt Stress. Und Stress ist gesundheitsschädlich! Durch Dämpfung der Umgebung, wie auch immer, lösen wir diese Belastung und können runterkommen. Zeitweise hilft auch ein Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung. Allgemein hilft es, dem Ohr zumindest in der Nacht Ruhe zu gönnen. Versuchen Sie daher nicht unbedingt mit Musik oder am TV einzuschlafen, sondern holen Sie sich eine Portion Ruhe. Sollten Sie auch nachts keine Ruhe bekommen können, hilft Schlafgehörschutz.

Wie verarbeitet das Gehirn komplexe Signale?

Vogelgezwitscher

Wie bei allen Sinneseindrücken werden auch beim Hören ankommende Signale mit bereits bekannten Mustern verglichen. So fühlen wir zum Beispiel eine plötzliche Wärme wenn wir ein Feuer knistern hören. Oder bilden uns ein den Wind sausen zu hören, wenn wir draußen die Bäume wiegen sehen, obwohl wir physikalisch kein solches Geräusch wahrnehmen. Das Gehirn interpretiert die ankommenden Signale also je nach Situation und Verfassung unterschiedlich. Vogelgezwitscher kann im Park entspannend wirken. Bei konzentrierter Arbeit lenkt es allerdings ab. Genau so kann Vogelgezwitscher nach einer kurzen Nacht nervig, für einen Frühaufsteher aber motivierend wirken. Da Hören sehr häufig im Unterbewusstsein verarbeitet wird hat es großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, ohne dass wir es explizit wahrnehmen.

Entspannung holen wo es geht

Lärm belastet uns enorm, da im Unterbewusstsein hierdurch Stress ausgelöst wird. Stress versetzt den Körper in Alarmbereitschaft und bereitet auf Flucht oder Kampf vor. Ein Körper, der ständig in diesem Zustand ist kann nicht gesund bleiben. Vieles was mit dem Hören zu tun hat, läuft also unbewusst ab und hat doch so großen Einfluss auf unser Befinden. Das Gehirn verarbeitet Signale vom Ohr also nicht nur beim aktiven Zuhören, sondern ständig. Rund um die Uhr. Also auch Nachts. Ein weiterer, für viele Menschen sehr entspannender Effekt der auditiv-visuellen Verarbeitung im Gehirn nennt sich ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response). Hierbei wird durch hörbare und sichtbare Reize eine fühlbare Empfindung ausgelöst. So löst die Kombination von Ton und Bild einer auf eine Oberfläche tippende Hand ein kribbelndes Gefühl beim Betrachter aus. Hier wird also die zuvor beschriebene Interpretation von Sinneseindrücken gezielt zur Entspannung verwendet. Auf YouTube findet man tausende, der Entspannung dienliche Videos zum Stichwort ASMR. Haben Sie Fragen dazu oder fehlt Ihnen etwas? Lassen Sie es uns unter info@hoerportal24.de wissen.

Was ist ein Hörverlust?

Die Inhaber von hörportal24 Ingolstadt, Fabian Baumann und Johanna Nickel

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns im Detail mit dem Hörverlust und warum diese Bezeichnung eigentlich irreführend ist. Fast jeder Hörverlust kommt schleichend. Das bedeutet wir hören nicht von heute auf morgen plötzlich schlecht, sondern unsere Hörleistung nimmt im Laufe des Lebens immer weiter ab. Dies ist zum einen altersbedingt, zum anderen aber auch durch übermäßige Abnutzung in bestimmten Situationen begründet. Maschinenarbeiten, Kellnern oder auch Erziehungstätigkeiten stellen solche Situationen dar. Hier wird das Hörorgan übermäßig stark belastet. In einem Klassenzimmer können leicht Pegel über 100dB erreicht werden. Und nein, hier sind keine schreienden Kinder gemeint, sondern der allgemeine Geräuschpegel bei einer Gruppenarbeit. Hier kann es schon nach 3 Minuten zur Schädigung des Gehörs kommen! Natürlich wirken viele weitere Faktoren, wie zum Beispiel Durchblutung des Hörorgans oder Stresslevel des Körpers mit ein und so regeneriert sich das Ohr bei idealen Bedingungen auch meist wieder. "Meist" reicht allerdings auf Lebenszeit betrachtet nicht aus, um im Alter noch gesund hören zu können. Prävention ist hier Pflicht. Fragen? Melden Sie sich gerne unter info@hoerportal24.de bei uns.

Wer sagt mir, dass ich schlecht höre?
Was sind Anzeichen für einen Gehörverlust?

Häufig fällt ein Hörverlust zuerst den Mitmenschen des Betroffenen auf. Diese tun sich häufig schwer den Betroffenen auf seine Hörminderung anzusprechen. Häufig ist es leichter mit seinem Kollegen, Freund oder Familienmitglied lauter zu sprechen, anstatt ihm Schuld geben zu müssen, dass es zu Missverständnissen kommt. Ein Hörverlust kommt meistens nicht von heute auf morgen, sondern ist ein, über die Jahre zunehmender Prozess der Hörverschlechterung. In Deutschland ist etwa 16% der erwachsenen Gesamtbevölkerung nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation schwerhörig. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Hörleistung kontinuierlich ab und im Alter von rund 80 Jahren leidet über die Hälfte der Menschen an erheblicher Schwerhörigkeit. Über die Hälfte aller Schwerhörigen sind noch im berufsfähigen Alter. Die durch den Hörverlust erfahrenen Beeinträchtigungen schieben die meisten allgemein auf ihr Alter oder den Stress im Büro. Die wenigsten suchen die Ursache beim Gehör. Dadurch, dass ein Hörverlust langsam zunimmt, ist er vom Betroffenen selbst praktisch nicht zu erkennen. Beim Aufwachen vergleichen wir den Höreindruck maximal noch mit den Tag davor, nicht aber mit letzter Woche oder letzten Monat! Wie soll uns da das schleichend schlechter werdende Gehör auffallen? Merken wir den Hörverlust dann aktiv ist die Verschlechterung so weit fortgeschritten, dass unser Gehirn die fehlenden Informationen nicht mehr ergänzen kann. Wir haben das Gefühl unser Gegenüber nuschelt, Filme verlieren an Deutlichkeit und Musik klingt flach und langweilig. Das Leben wird immer trister und wir ziehen uns aus vielen Dingen, die wir früher geliebt haben zurück.

Früher hatte ich daran Spaß, Hörverlust nimmt Freude
Wie wirke ich einem Hörverlust entgegen?

Die Verschlechterung der Hörleistung ist ein unwiderrufbarer Prozess. Nicht aber das Gehirn fit zu halten! Da dies, durch die reduzierten Signale vom Ohr immer weiter abbaut ist es enorm wichtig aktiv zu bleiben. Hierbei ist ein gesundes Maß der richtige Weg. Sollten Sie merken, dass Sie die Lust an einer bestimmten Aktivität verlieren, die Ihnen einst sehr wichtig war, müssen Sie jedoch aktiv werden. Der Körper gibt unserem Unterbewusstsein stets Rückmeldung über das allgemeine Befinden. So passen wir unsere Interessen immer an unsere Möglichkeiten an. Nach der Arbeit noch zusammen Kochen oder lieber Essen bestellen? Das entscheidet Ihr vermeintlicher "Schweinehund". Dass diese Faulheit allerdings ihre gute Berechtigung hat, verkennen die meisten. Bleiben Sie also aktiv und lassen Sie Ihren Hörverlust so bald wie möglich versorgen. Langes Herauszögern der Entscheidung macht es nur schwerer und Sie riskieren Folgeschäden.

Verstehen ohne Lippenbild ist deutlich schwerer, auch für Normalhörende
Was macht ein Hörverlust mit meinem Körper?

Wie die Sinnesreize, die unser Gehirn empfängt, den Menschen jung und fit halten ist aktuell ein großes Thema in der Forschung. Das Gehirn versucht mit den Reizen, die es empfängt, bestmöglich hauszuhalten. Der Körper muss schließlich auf seine Umwelt reagieren können. Ein junger Mensch kompensiert beispielsweise selbst einen starken Hörverlust durch Lippenlesen und seit der Maskenpflicht während der Corona-Pandemie sollte das Einigen auch aufgefallen sein. Das Gehirn nimmt sich also seine Reize von den Sinnesorganen, die am besten liefern. Lippenlesen ist allerdings deutlich anstrengender als Hören mit einem gesunden Gehör, wodurch die Betroffenen ein erhöhtes Demenzrisiko im Alter haben. Das Gehirn strukturiert sich um und belegt Regionen, die eigentlich für unseren Langzeitspeicher von Erinnerungen vorgesehen sind kurzerhand mit Strukturen für in dem Fall das Lippenlesen. Der Körper hilft sich also so gut er kann selbst. Dass diese notgedrungene Abhilfe allerdings Nebenwirkungen hat wird dem Betroffenen erst klar, wenn es zu spät ist. Rechtzeitiges Reagieren ist daher enorm wichtig. Lassen Sie sich beraten.

Neuste Errungenschaften des Hörgerätemarktes, Mini Hörgeräte im Ohr
Was hilft am besten bei Hörverlust?

Technik am Ohr zu tragen, die einem beim Hören unterstützt ist heutzutage nichts mehr Ungewöhnliches. Bluetooth Kopfhörer oder Hearables verbinden das Gehör kabellos mit dem Smartphone. Der Träger kann freihändig telefonieren, Musik streamen und weitere Funktionen des Smartphones nutzen. Genau diese Systeme gibt es nun auch mit Hörverstärkung. Begonnen mit einfachen Verstärkern bis hin zu Spionagetechnik ähnlichen Hochleistungssystemen direkt am Ohr. Klingt groß? Ist es aber nicht. Es gibt bereits komplett unsichtbar im Ohr sitzende Modelle. Informieren Sie sich im Abschnitt Hörtechnik über aktuelle Errungenschaften am Markt.

Aktuelle Hörtechnik

Was hilft bei einem Hörsturz?

Laute Städte lassen unser Ohr nicht zur Ruhe kommen
Was sind die Symptome eines Hörsturz?

Pro Jahr sind 20 Menschen pro 100.000 Einwohner von einem Hörsturz betroffen. Der plötzliche Verlust des Hörvermögens wird als Hörsturz bezeichnet. Wir fühlen uns abgeschnitten und wie in Watte gepackt. Häufig fühlt sich ebenfalls die Ohrmuschel oberflächlich taub an. Durch eine Durchblutungsstörung oder sehr laute Geräusche versagt das Ohr plötzlich. Häufig ist der Effekt sehr deutlich. Das Gefühl das Ohr sei verschlossen stellt sich ein. Schnelles Handeln ist jetzt geboten!

In Discos ist es häufig viel zu laut!
Behandlungsmethoden eines Hörsturzes

Die erste Anlaufstelle ist hier definitiv der Hals-Nasen-Ohren-Arzt! Parallel sollten Sie versuchen die Durchblutung im Ohr anzuregen. Koffeinhaltige Getränke oder auch das pflanzliche Mittel Tebonin helfen hier. Der HNO-Arzt wird Ihnen höchstwahrscheinlich eine Infusion geben um die Durchblutung weiter zu verbessern. Denn das Ohr braucht in so einem Zustand vor allem Sauerstoff um sich zu regenerieren. Enorm wichtig ist, dass Sie sofort handeln! Am nächsten Tag mal beim Arzt vorbeizuschauen hilft meistens nur noch wenig.

Wie werde ich meinen Tinnitus los?

Stress lässt uns nicht zur Ruhe kommen
Ist dieses Klingeln in meinem Ohr ein Tinnitus?

Jeder Mensch hat ab und zu ein Klingeln im Ohr. Dies tritt meist bei großer Anstrengung oder stressigen Situationen auf. Ein Klingeln kann auch nach einem lauten Discobesuch auftreten. Auch wenn so ein Klingeln selten bleibt ist es doch ein Zeichen dafür etwas am Lebensstil zu ändern! Jedes Ohr sendet Signale ans Gehirn, die nicht wirklich in der Umgebung sind. Filter des Unterbewusstseins blenden diese aus. Somit ist ein kurzes Klingeln im Ohr nicht wirklich das Auftreten des Tons, sondern eher das Versagen der Filterung. Häufen sich diese Ohrgeräusche, können sie sich ins Bewusstsein drängen und vergehen nicht mehr. Leiden Sie also ab und zu an Ohrgeräuschen sollten Sie mehr Ruhepausen und Entspannung in Ihr Leben bringen. Mehr Trinken, weniger laute Musik hören und vor allem den Stress reduzieren.

Häufige Ursache für Tinnitus
Was sind weitere Ursachen für einen Tinnitus?

Tinnitus ist ein Symptom und somit eine Begleiterscheinung der eigentlichen Krankheit. Stress und Lärm hatten wir bereits als Auslöser überführt. Mechanische Verletzungen am Kopf, ein lauter Knall eines Feuerwerkskörpers oder Reaktion auf Medikamente zählen ebenfalls dazu. Die häufigste und gleichzeitig unscheinbarste Ursache ist allerdings weitaus komplexer. Bei 90% der Menschen mit Tinnitus geht dieser mit einem gewissen Grad an Hörverlust einher.

Hörverlust als häufigste Ursache für Tinnitus
Hörverlust als häufigste Ursache für Tinnitus

Tinnitus ist keine Einbildung! Und trotzdem nehmen Sie ein Geräusch war, das für Außenstehende nicht existiert. Schall breitet sich über Schwingungen in der Luft aus. Trifft er auf unser Trommelfell beginnt dieses entsprechend zu schwingen. Über eine kleine Knochenformation setzt dieses wiederrum die Flüssigkeit in unserem Innenohr in Schwingung. Feinste Haarsinneszellen nehmen diese Schwingungen war und senden, so wie bei jedem Sinn, bio-elektrische Signale ans Gehirn. Das was wir hören sind also Reize, die vom Gehirn interpretiert werden. Unser Gehör besitzt ein aufwendiges System von Filtern. Über Synapsenvernetzungen werden bestimmte Signale verstärkt, andere verringert. Experten vermuten, dass das Gehirn Signale von einem geschädigten Ohr falsch interpretiert und versucht eben diesen Verlust auszugleichen. Dies kann die Wahrnehmung von Geräuschen zur Folge haben, die wir als Tinnitus bezeichnen.

Tinnitus durch Hörakustiker ausgleichen
Wie werde ich meinen Tinnitus los?

Wie wir im oberen Abschnitt betrachtet haben, ist Tinnitus nicht etwas was entsteht, sondern ein Filter, der dieses Ohrgeräusch nicht mehr zu unterdrücken vermag. So tritt ein eigentlich unbedeutendes Signal ins Bewusstsein. Ein Hörverlust bedingt genau das enorm. Liefert das Ohr durch die Hörminderung weniger Signale ans Gehirn, reduziert dieses die Filterung und lässt mehr Signale durch. Ohrgeräusche werden wahrgenommen und nehmen einen dominanten Platz im Alltag des Betroffenen ein. Der beste Weg diese wieder los zu werden ist Ablenkung. Liegt ein Hörverlust vor so ist es das einfachste diesen gezielt auszugleichen und die wiederhergestellte Wahrnehmung der Umgebung zur Ablenkung vom Ohrgeräusch zu verwenden. Ziel ist hier ausschließlich den Tinnitus zu vergessen. Das Gehirn stuft das Ohrgeräusch nach und nach wieder als unwichtig ein und blendet es aus. Wir arbeiten also nicht gegen den Tinnitus, sondern für die Wiederherstellung Ihres Gehörs. Dies ist ein Prozess, der zeitlich sehr unterschiedlich ausfallen kann. Es dauert zwischen wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren, die Erleichterung tritt allerdings sofort ein. Moderne Hörtechnik verfügt optional über so genannte Noiser, welche den Tinnitus ganz geziehlt mit digital generierten Signalen umspühlt. Dies fördert die Ablenkung vom eindeutigen Tinnitus-Ton weiter. Vereinbaren Sie einen kostenlosen Ersttermin und wir beraten Sie gerne individuell.

Tinnitus durch Entspannung in den Griff bekommen
Ergänzende Möglichkeiten um Ihren Tinnitus in den Griff zu bekommen

Tinnitus wird durch Stress verstärkt! Die Gewissheit Tinnitus zu haben verursacht weiteren Stress. Ein Teufelskreis. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass Tinnitus keine Krankheit, sondern nur ein Symptom ist. Ihr Organismus ist durch Stress nicht mehr in der Lage bestimmte Ohrgeräusche auszublenden. Ein eventueller Hörverlust bedingt zusätzlich die Dominanz dieses Ohrgeräusches. Sie benötigten also eine Hörlösung um Ihre Umwelt wieder in gewohnter Lautstärke und Klangvielfalt wahrzunehmen und Entspannung! So genannte Achtsamkeitsübungen, wie Yoga oder Meditation machen einem den Körper bewusst und sind nachgewiesen sehr wirksam. Auch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Aktivitäten wirken positiv auf unseren Organismus. Ein Zimmerbrunnen im Schlafzimmer hilft einzuschlafen und guter Schlaf macht fit für den nächsten Tag. Schlussendlich brauchen Sie sich vor Ihrem Tinnitus nicht zu fürchten. Und wenn Sie das Gefühl haben, dass all das nichts hilft, kommen Sie vorbei. Wir helfen Ihnen oder vermitteln Sie an entsprechendes Fachpersonal.

Finden Sie zu Ihrem Mittelpunkt zurück!
Ob mit Ihren Enkelkindern, dem Partner oder der ganzen Familie, Sie werden Ihre neue Lebensfreude lieben!

Telefon: 0841 / 1380 2380
E-Mail: ingolstadt@hoerportal24.de

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